Oktav Mundharmonikas

Oktav gestimmte Mundharmonikas werden, wie die Tremolo-Mundharmonikas, hauptsächlich in der Volksmusik eingesetzt und sind an der Querteilung der einzelnen Luftkanäle zu erkennen. Darüber hinaus besitzen sie alle eine so genannte Bananen-Form. Durch die Teilung erhält jeder Kanal – entweder auf Blasen oder Ziehen – zwei gleichzeitig erklingende Töne, die im Oktavabstand gestimmt sind. Der Klang dieser Instrumentengattung ist dadurch voll und kräftig.

Unsere Oktav-Mundharmonikas sind alle in Deutschland handgefertigt.

Tremolo- und Oktavmundharmonikas sind 2-chörige Mundharmonikas bei denen beim Blasen und Ziehen jeweils zwei Stimmzungen gleichzeitig erklingen. Bei den Oktav-Modellen haben die Stimmzungen, die gleichzeitig erklingen, einen Frequenz/Tonhöhen-Unterschied von genau einer Oktave. Es entsteht ein sehr voluminöser, fetter Ton. Bei Tremolo-Mundharmonikas erzeugen die beiden den gleichen Ton, sind allerdings jeweils leicht gegeneinander verstimmt, so dass eine Schwebung entsteht, ein schnelles Auf- und Abschwellen der Lautstärke - man spricht daher auch von Schwebeton-Stimmung.
Die Tonanordnung entspricht meist derjenigen der Richter-Mundharmonikas. Bei doppeltönigen Mundharmonikas sind die Kanzellen in der Regel quergeteilt, so dass zwei Kanzellenöffnungen übereinander liegen. Die Querteilung dient dazu, die Schwingungen der beiden gleichzeitig erklingenden Stimmzungen voneinander zu entkoppeln, damit sich insbesondere bei der Tremolo-Ausführung der Schwebetoneffekt auch wirklich einstellt und nicht beide Zungen auf derselben Frequenz mit derselben Phase schwingen, was den Effekt zunichtemachen würde. Tremolo- und Oktavmundharmonikas hört man hauptsächlich in der Volksmusik und in Schlagern.